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Zensur

Die gezeigten Werke lassen Tabus des Denkens, Sprechens und Handelns  

sichtbar zur Sprache kommen, vollführen Gratwanderungen zwischen 
Unschuld und Schuld, Verständnis und Unverständnis, Begrenztheit und 
Entgrenzung und Neugier.Sie inszenieren den Traum moralischer 
Unversehrtheit wie auch dessen scheinbares Gegenteil, die Verletzung. 
Die Darstellungen vereinen überaus realistische Schilderungen dessen, 
was ist, mit scharf formulierten fiktionalen Entwürfen zu dem, was 
wäre, wenn.... Da jede Kunstproduktion und jede Kunstbetrachtung zu 
jeder Zeit ebenfalls Momente unreflektierter Konvention enthält, kann 
nur behauptet werden, dass die Arbeiten weder moralische 
Appellbotschaften, weder peinliche Gesinnungsästhetik noch dumpfen 
Betroffenheitskitsch zeigt. Kunst hat keinen Selbstzweck. Ihre 
Daseinsberechtigung ist der Betrachter. Meine Werke verstehe ich nur 
dann als Kunstwerke, wenn sie es dem Betrachter ermöglichen, mehr in 
den Bildern zu sehen. Was auch immer man darin sehen mag, soll aber 
nicht von aussen an den Betrachter herangetragen werden, sondern soll 
in ihm selbst wachsen. Wenn das verinnerlichte Bild einen Prozess der 
Auseinandersetzung mit der eigenen Wahrnehmung auslöst, wage ich es, 
von Kunst zu sprechen. Ich als Urheber habe ebenso wenig Anspruch auf 
die richtige Betrachtung wie irgendjemand sonst; je unmittelbarer der 
Zugang zu den Bildern, desto ehrlicher ist er. So findet jeder seine 
Meinung, die für ihn im Augenblick der Betrachtung stimmt. Jede 
ehrliche Empfindung ist weder falsch noch richtig. Falsch sind nur 
Deutungen, die nicht persönlich sind.

Himmiherrschoftszeitennuamoi

Das Netz ist listenreich und fährt alle denkbaren Geschütze auf, um uns an die Befreiung von diesen eindeutig untauglichen Strategien zu hindern. Es möchte der Quelle der Qual auf keinen Fall loslassen, denn es glaubt fest an die Wirksamkeit seiner Theorien.

Alle möglichen Tricks und Überredungskünste nutzen um den Erfolg des Programms zu erhalten.

Es wird sie mit verführerischer und sehr bildhaft ausgeschmückten Visionen locken oder aber, falls man dieser Fata Morgana nicht mehr auf den Leim geht zu Drohungen übergehen. Als erstes wird es vielleicht in herablassend süffisantem Tonfall an ihren Verstand appellieren: Du wirst doch nicht etwa annehmen, dass so einfache Methoden wirklich Veränderung bringen kann! Wenn man etwas verändern will, geht das nur mit extrem viel Anstrengung und viel Leiden. Und gelitten hast du doch jetzt schon genug, nicht wahr? Wie willst du nun zurechtkommen, wenn du sonst nichts mehr hast?

Das Netz ist listig, immerhin hat es jahrhundertelange Erfahrungen darin, wie es sie am besten manipulieren kann.

Lebensorientierung, damit der Sinn des Tuns und Lassens klar aufgeht. Gelingt durch Hineinhören in sich selbst.

Das wehrlose Wort wird heute vielgestaltig beansprucht, missbraucht und vermarktet für Praktiken, die mit dem authentischen Vollzug im Sinn der Ökumene der Weltreligionen nur wenig im Sinn der Tradition nicht zu tun hat. Sie ziehen in vollkommener Perversion des Mediationsgedanken – darauf hin Abhängigkeit zu erzeugen um auf gar keinen Fall Grenzen zu durchbrechen, den Freigeist zu entfalten, Grauzonen schwinden zu lassen, Begeisterung an sich selbst auszulösen.

Wenn es überhaupt spezifisch menschliche Freiheit gibt, dann müsste diese am ehesten wohl in der Erkenntnis von Notwendigkeiten und dem Gang der Dinge eine andere Wendung geben zu können gesucht werden. Denn das Nichtnotwendige, Unbestimmte und Unbegreifliche bildet das Jenseits einer Welt, in der der Mensch als bestimmende Bestimmung Bestimmtes bestimmt. Jede Beschreibung dieses Jenseits würde es quasi aufheben. Das Unbestimmte zu bestimmen würde bedeuten, es ins Diesseits zu überführen. Selbst wenn man dem menschlichen Willen keine Freiheit zugestehen könnte, so bliebe der Mensch, so er denn mehr als nur die Summe seiner Bestimmungen wäre, doch der Freiheit fähig, denn um frei entscheiden zu können bedarf es der Unterscheidbarkeit; Möglichkeiten liegen nur in der Verschiedenheit.

Im Übrigen stellt sich die Frage, ob ausgerechnet ein Wille wollen kann - wie ohnehin Substantivierungen oft zu Unklarheiten führen - sie unterstellen eine illusionäre Beständigkeit. Eigentlich müsste man dann auch fragen, ob der Glaube glaubt, das Sehen sieht, das Leben lebt, das Sprechen spricht etc., und damit, ob der Wille denn wirklich das ganze Wesen unseres Ich oder doch nur ein Teil desselben sei.
Ein Skeptiker könnte immerhin behaupten, der Glaube sei dem Willen vorangestellt, so dass wir glauben müssten, der Wille, der den Glauben eigentlich nur camoufliere, sei der eigentliche Kern unseres Selbst.
Fähigkeit Freiheit zu wollen und Freiheit erringen zu können wenn er, den Mut besitzt, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen.